Forschungsprojekt "Prozess-Blaupause fur die EU-Dienstleistungsrichtlinie"
Forschungsprojekt "Prozess-Blaupause für die EU-Dienstleistungsrichtlinie"
TeamOliver Günther Norbert AhrendMichael Ferber Ulrich Kaden Sina Fischer Franziska Brecht Ioannis Mimikos
Dauer03/2008 – 09/2008
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ProjektinhaltAm 12. Dezember 2006 verabschiedeten die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Dienstleistungen im Binnenmarkt“. Ziel dieses auch unter der Bezeichnung EU-Dienstleistungsrichtlinie (EU-DLR) bekannten Vorhabens ist die Schaffung eines gemeinsamen, europäischen Binnenmarktes bis zum 28.12.2009, in dem grenzüberschreitend Dienstleistungen angeboten und in Anspruch genommen werden können.
Für die Realisierung dieses Vorhabens ist es notwendig, die derzeit bereits vorhandenen aber verteilten und heterogenen rechtlichen, organisatorischen und technischen Systeme europaweit zu integrieren. Darüber hinaus sind für die Realisierung der EU-DLR auch gänzlich neue Geschäftsprozesse zu etablieren, um eine funktionierende Koordination von EU-weiten Informationsanfragen und Antragstellungsprozessen sicherzustellen. Insbesondere die Ausgestaltung der Prozesse des im Rahmen der EU-DLR neu einzuführenden Einheitlichen Ansprechpartners (EA) stellt hierbei eine besondere Herausforderung dar. ProjektauftragDas Institut für Wirtschaftsinformatik der Humboldt Universität zu Berlin war als einer der drei Forschungspartner des Projektes Deutschland Online „Dienstleistungsrichtlinie“ beauftragt, eine so genannte Prozessblaupause für die IT-Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie zu erstellen. Ziel dieses Projektes war die Modellierung einer Geschäftsprozessvorlage, die beschreibt, wie die Vorgaben der EU-DLR in der Praxis organisatorisch und technisch optimal umgesetzt werden können. Anhand der gefundenen Ergebnisse wurden
VorgehensweiseAusgangspunkt des Forschungsvorhabens waren die rechtlichen Vorgaben der EU-DLR. Auf dieser Basis wurde zunächst ein erstes Grobmodell der neu eingeführten Soll-Prozesse erstellt.
Parallel hierzu wurden die für die Umsetzung der EU-DLR relevanten, derzeit bereits bestehenden Ist-Verwaltungsprozesse erhoben, modelliert und analysiert. In einem weiteren Schritt wurden diese beiden Teilergebnisse in Form so genannter „T-Stiche“ miteinander verknüpft und durch einen iterativen Verfeinerungsprozess schließlich zur geforderten Prozessblaupause ausgebaut. Die finale Blaupause beschreibt somit
Um den verschiedenen Zielgruppen, die an der Umsetzung der EU-DLR beteiligt sind, jeweils ein für sie verständliches Bild der benötigten Prozesse zur Verfügung zu stellen, basiert die Blaupause auf hierarchisch miteinander verknüpften Prozessmodellen. So ist es möglich die einzelnen Geschäftsprozesse, ausgehend von einer groben Prozesslandkarte, über diverse Prozess-Ebenen, bis hin zur detaillierten XöV-konformen Beschreibung einzelner Datenobjekte zu verfeinern.
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Oliver Günther |



