GPM-Standardisierungsorganisationen
1) Object Management Group (OMG)
Bei der OMG handelt es sich um ein “non-profit”-Industriekonsortium, welches Standards erarbeitet und veröffentlicht, u.a. im Bereich des Geschäftsprozessmanagements (GPM). Die OMG wurde 1989 gegründet und hat weltweit über 500 Mitglieder. Dazu gehören Unternehmen (Accenture, IBM, HP, Oracle …) und Einrichtungen (TU-München …) aus den unterschiedlichsten Branchen.
Am 29. Juni 2005 fusionierten die Business Process Management Initiative (BPMI), ebenfalls ein “non-profit”-Konsortium, mit der OMG. Gemeinsam gründeten Sie die Business Modeling & Integration Domain Task Force, welche sich speziell im GPM-Umfeld engagiert. (*)
Zu den von der OMG erarbeiteten Standards gehören die Business Process Modeling Language (BPML) und die Business Process Modeling Notation (BPMN).
2) Organization for Advancement of Structured Information Standards (OASIS)
Nach eigenen Angaben handelt es sich bei der OASIS ebenfalls um ein non-profit Konsortiuum, welches die Entwicklung, die Zusammenführung und die Adaption von offenen Standards für die globale Informationsgesellschaft vorantreibt. OAIS wurde 1993 gegründet und hat heute mehr als 5000 Mitglieder aus über 6000 Organisationen verteilt über 100 Ländern.
Zu dem unter dem Dach der OASIS Standards im GPM gehören die Business Process Execution Language (BPEL) und das Business Process Specification Schema.
3) Workflow Management Coalition (WfMC)
1993 wurde die WfMC gegründet. Es handelt sich hierbei um eine globale, nicht gewinnorientierte Organisation aus Entwicklern, Nutzern, Beratern, Analysten, Universitäten und Forschungsgruppen im Gebiet der Arbeitsablauforganisation (Workflow) und des Geschäftsprozessmanagements. Die Koalition besteht aus über 300 Mitgliedern weltweit.
Die WfMC erarbeitet und veröffentlicht Standards für das Management, die Abbildung und die Ausführung von Prozessen. Zu den Standards zählen das Workflow XML (Wf-XML) und die Process Definition Language (XPDL).
4) World Wide Web Consortium (W3C)
Das World Wide Web Konsortium entwicklet Standards und Richtlinien für das WWW. Es wurde 1994 von Tim Berners-Lee gegründet, der bis heute den Vorsitz über das Konsortium hat. Neben der Deutschen Telekom gehören auch die Duke University, das Forschungszentrum Informatik (FZI) und die Fraunhofer-Gesellschaft zu den über 400 Mitgliedern weltweit.
Zu den durch das W3C standardisierten WWW-Techniken gehören bekannte, allgegenwärtige Technologien, wie die Extensible Hypertext Markup Language (XHTML) und die Really Simple Syndication (RSS).
