Archive vom Mai, 2011

Prozessmanagement – (eine) Voraussetzung für erfolgreiches E-Government

Montag, 23 Mai 2011

In der Reflexion der E-Government-Aktivitäten der letzten Jahre stellt sich nunmehr – gerade auch aus finanziellen Gründen – die Frage, ob und in welchem Umfang E-Government-Projekte weiterhin initiiert werden können. E-Government-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Verwaltungsmodernisierung und tragen damit zur Effizienzsteigerung des Verwaltungshandelns bei. Aus wachsenden Sparzwängen heraus sind insbesondere die Kommunalverwaltungen gezwungen, zum einen die Projekte so wirtschaftlich wie möglich zu betreiben und zum anderen die durch die Projekte aufgezeigten Nutzenpotenziale auch in tatsächliche Einsparungen umzusetzen.

Prozessmanagement – eine (!) Definition

Prozessmanagement – eine (!) Definition

Der Einsatz der verfügbaren Basiskomponenten bzw. die Wiederverwendbarkeit von Lösungslogik und die damit verbundene Senkung der Entwicklungs- und Betriebskosten können nur vorangetrieben werden, wenn eine stärkere Auseinandersetzung mit den konkreten (internen und externen (aus Interaktion und Kooperation mit Bürgern und Wirtschaft)) Verwaltungsprozessen erfolgt.

Voraussetzung für die effiziente Nutzung von (Geschäfts)Prozessmanagement ist, dass alle Verwaltungsebenen die Entwicklung von der funktions- zu prozessorientierten Verwaltung (weiter) vorantreiben. Prozessmanagement geht dabei über das Modellieren von Ist- und Sollprozessen hinaus – es beinhaltet die Gestaltung, Steuerung, Überwachung und kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen.

Nur wenn Prozessmanagement in der öffentlichen Verwaltung tatsächlich gelebt wird, können Nutzen wie z. B. Effizienzsteigerung, Kostenreduzierung oder Qualitätsverbesserung realisiert werden.

Die NPB auf der MEMO 2011

Freitag, 20 Mai 2011

Die Nationale Prozessbibliothek wird dieses Jahr am 8. Juni 2011 auf der MEMO in Münster vertreten sein.

Projektleiter Georg Gelhausen (BMI) wird sich an der Podiumsdiskussion zum Thema „Kommunale Prozessbibliotheken – State of the Art und Herausforderungen der Praxis“ (ab 11:30 Uhr) beteiligen.

Der Weg zur Prozessorientierung – das Reifegradmodell für effiziente öffentliche Verwaltungen

Donnerstag, 19 Mai 2011

Im Rahmen der Fachtagung MEMO am 8. und 9. Juni 2011 wird eine bundesweite Prozessmanagement-Studie im Bereich der öffentlichen Verwaltung vorgestellt, welche unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Jörg Becker (European Research Center for Information Systems (ERCIS) an der Universität Münster) entstanden ist.

Viele Verbesserungsbemühungen und Modernisierungsansätze beeinflussen die Organisationsstruktur und den Führungsprozess innerhalb der Behörden. Ausgehend von der Annahme, dass erfolgreiche Führungsprozesse mit größerem Erfolg der Verwaltung reflektiert werden, müssen diese Prozesse verbessert werden. In den letzten Jahren haben öffentliche Verwaltungen die Idee des Prozessmanagements erfolgreich als Mittel für Modernisierung übernommen, nicht zuletzt weil Prozessmanagement-Ansätze ein großes Potenzial zur Kostenreduktion besitzen.

Durch die Anwendung eines Reifegradmodells können der aktuelle Entwicklungsstand des Prozessmanagements sowie die Verbesserungspotenziale identifiziert werden. Gleichzeitig ist es einer Organisation möglich, den Reifegrad und die Kompetenzen einzelner Bereiche oder Ressourcen zu bestimmen. Damit werden verschiedene interne Bereiche einer Organisation vergleichbar.

Bekannte Reifegradmodelle berücksichtigen die besonderen Eigenheiten von öffentlichen Verwaltungen nicht. Deshalb ist es notwendig, ein domänenspezifisches Reifegradmodell zu entwickeln, um dieses im Bereich der öffentlichen Verwaltung anwenden zu können

Als Ergebnis der Prozessanalyse liegt ein Überblick über die Stärken und Schwächen der Verwaltung in den einzelnen Kriterien vor. So wird ermöglicht, einheitliche und überprüfbare Aussagen zum Status der Prozesse und zur Qualität ihrer Durchführung zu machen. Ausgehend von der ermittelten Ist-Situation lassen sich konkrete Verbesserungsvorschläge und Handlungsempfehlungen ableiten.

Aufbauend auf dem vorgestellten Reifegradmodell untersucht das der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster angeschlossene European Research Center for Information Systems (ERCIS) den aktuellen Status der Prozessorientierung in deutschen Verwaltungen.

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Fortschritte in der Entwicklung von Ordnungsrahmen und Plattform

Donnerstag, 12 Mai 2011

Lösungsansatz / Funktionen

Basierend auf den bereits bestehenden Ordnungsrahmen in anderen relevanten Projekten wurde durch das Projektteam ein konzeptioneller Vorschlag für den Ordnungsrahmen entwickelt. Dieser stellt die Grundlage für den ersten Prototypen dar. Im Rahmen der empirischen Untersuchungen wird dieser Ordnungsrahmen bis 2012 weiter entwickelt und eine Grundlage für die Standardisierung des Datenaustauschs zwischen den unterschiedlichen Repositories geschaffen.

Nach eingehender Anforderungsanalyse und Softwarekonzeption wurde ein erster Prototyp mit den Grundfunktionen Anzeige, Hochladen, Herunterladen und Suche von Prozessmodellen entwickelt. In den Nutzertests wurden diese Grundfunktionen überprüft und durch die Nutzer als zieladäquat und nutzerfreundlich beurteilt. Anfang Mai wurde nun der zweite Prototyp fertiggestellt. Hier wurden der Ordnungsrahmen und weitere Funktionen wie zum Beispiel die automatische Befüllung und Vervollständigung eingepflegt. Die ersten Ergebnisse der Nutzertests des zweiten Prototyps lassen einen guten Fortschritt und insgesamt ein sehr positives Feedback erkennen.

Datenaustausch-Standard “X-Prozess” in der Entwicklung

Dienstag, 10 Mai 2011

Mit dem Forschungsprojekt Nationale Prozessbibliothek soll auch der Datenaustausch-Standard “X-Prozess” entwickelt werden. Hierbei steht der institutionenübergreifende Austausch von Prozessmodellen und zugehörigen Metadaten im Fokus. Auf Grund der Zahl der vorhandenen und künftig entstehenden Repositories ist dies ein wesentlicher  Beitrag des Projektes zur Verwirklichung einer vernetzten und damit effizienten Verwaltung.

Eine Abstimmung zu “X-Prozess” mit der Bundesstelle für Informationstechnik (BIT) ist für Mitte Mai 2011 geplant.